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Ortsprogramm

Dekanatsliturgietag

für Wortgottesdienstleiter*innen, Lektor*innen, Kantoren*innen und liturgisch Interessierte

Sa., 17.10.26 von 09.00-17.00 Uhr
Dekanatsliturgietag (c) Hautpabteilung Liturgie im EOM
Dekanatsliturgietag (c) Hautpabteilung Liturgie im EOM

In der Liturgie versammelt sich die Gemeinde, um das Paschamysterium Christi zu feiern: sein Leiden, Sterben und Auferstehen, das immer neu in der Feier gegenwärtig wird. Gottesdienst feiern bedeutet daher nicht bloß einen äußeren Ritus zu vollziehen, sondern wirkliche Begegnung zwischen Gott und Mensch, die sich im Heute ereignet. Liturgie ist Ereignis - ein Geschehen, in dem Gott handelt und der Mensch antwortet.
Diese Feier ist zutiefst gemeinschaftlich. Durch die Taufe sind alle Gläubigen in das gemeinsame Priestertum hineingenommen (vgl. SC 14). Sie sind nicht passive Zuschauer, sondern Mitvollziehende des liturgischen Geschehens. Daraus ergibt sich die zentrale Bedeutung der participatio actuosa, der tätigen Teilnahme. Diese meint nicht nur äußere Mitwirkung, sondern die innere Aneignung dessen, was gefeiert wird: Hören, Beten, Singen, Antworten und Mitfeiern.
"Gott gemeinsam feiern" heißt daher, sich als lebendige Gemeinschaft in diesen göttlichen Dialog hineinnehmen zu lassen. Jede Feier ist neu, einmalig und unverfügbar - ein Geschenk der Gnade, in dem sich Himmel und Erde berühren und die Kirche als feiernde Gemeinschaft sichtbar wird.
(Michael Wagner)
Bitte vermerken Sie bei der Anmeldung, welchen Workshop Sie besuchen möchten!

Workshops:
1.Wenn Glaube lebendig werden soll - Kindergottesdienste qualitätvoll feiern
Kinderliturgie mit Steffi Penker (Gemeindereferentin, Fachreferentin Kinderpastoral)
Gottesdienste sind lebendige Begegnungsräume mit Gott.
In diesem Workshop nehmen wir die Qualitätskriterien gelingender Liturgie unter die Lupe und übertragen sie ganz praktisch auf die Arbeit mit Kindern. Wie schaffen wir eine Atmosphäre, die Kinder fasziniert und Raum zum Staunen lässt? Wie gelingt die Balance zwischen einer klaren liturgischen Struktur und kreativen Methoden?
Bringen Sie gerne eigene Erfahrungen und Praxisbeispiele mit. Ich freue mich über den gemeinsamen Austausch.

2.Jesu Leben und Wirken nach Markus - eine Einführung
Edmund Gumpert (Gottesdienstbeauftragter und Pastoralreferent i.R.)
Das Markus-Evangelium - das älteste der vier Evangelien - wird 2026/27 (ab dem 1. Advent) an den Sonntagen verlesen. Im Workshop erfahren Sie, warum Markus das öffentliche Auftreten Jesu als einmaligen Weg von Galiläa nach Jerusalem gestaltet; worin er sich von anderen Evangelien unterscheidet und was dies über seine Zielgruppe und seine theologische Sicht auf Jesus verrät. Zentrale Textstellen werden näher betrachtet. Hilfen zur Gottesdienstgestaltung runden den Workshop ab.

3."Lasst uns ziehn zu den Quellen des Lebens." Liedertankstelle
mit P Norbert Becker (Priester in der Gemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare (MSC) - Texter und Komponist Neuer Geistlicher Lieder und Lehrerseelsorger des Bistums Augsburg)
Neue Geistliche Lieder für Gottesdienst, Kirchenjahr und Feier. Wir werden singen: einstimmig, mehrstimmig und im Kanon.

4.Frühschichten im Advent und andere liturgische Formate
Kerstin Bockler (Kolpingfamilie Ebersberg)
"Ein Licht im Morgengrauen - Advent neu erleben."
Der Advent ist eine besondere Chance unsere Mitmenschen neu zu berühren. Still, besinnlich und gemeinschaftlich - Frühschichten im Advent können ein Format sein, mit dem ich Menschen erreiche und wir Glauben erleben und leben können.
Aber wie fange ich es an und worauf muss ich achten?
Workshop mit Ideen und Impulsen, Tipps und Austausch damit Liturgie die Menschen bewegt.

5.Hauskommunion bei Senioren und Kranken
Kathrin Peis,(Gemeindereferentin, Leiterin des Themenfeldes Krankenpastoral im Dekanat Ebersberg)
Besondere Situationen benötigen besondere Formen. Menschen, denen es aus Altersgründen oder Krankheit nicht möglich ist am Gottesdienst teilzunehmen sind oft dankbar, wenn sie die Kommunion zu Hause oder in der Klinik empfangen können. Wenn Sie Freude an diesem wundervollen und stärkenden Dienst haben, dann seien Sie dabei! Im WS bekommen Sie "Handwerkszeug" und auch ein Austausch über mögliche Herausforderungen findet seinen Platz.

6."Liturgie ist jugendgemäß, wenn …"
Elisabeth Englhart (Gemeindereferentin Ebersberg) und Christoph Müller (Pastoralreferent Zorneding)
Anhand einzelner Merkmale* überlegen wir, was jugendgemäße Liturgie kennzeichnen sollte und inwieweit diese Orientierungen für die konkrete Gestaltung hilfreich sind. Beispiele von Feierformen aus der Erfahrung der Workshopleitung und der Teilnehmenden sollen zudem zu Austausch und Reflexion anregen.
*mögliche Orientierungsmerkmale:
Liturgie ist jugendgemäß, wenn, …, Jugendliche darin Gott erahnen können, wenn Jugendliche einen Zusammenhang zu ihrem Leben erkennen, wenn Jugendliche in vielfältigen Formen mitgestalten und in Leitung Begleitung erfahren, wenn die Liturgie in Musik, Sprache und Ästhetik den Feiernden entspricht …

7.Gottesdienst im Seniorenheim
Jasmin Lang, Seniorenpastoral Ebersberg Gottesdienst im Seniorenheim
Regelmäßige Wort-Gottes-Feiern im Seniorenheim sind Kraftquelle und spirituelle Biographiearbeit für die Senioren zugleich. Der Workshop lädt ein, Wort-Gottes-Feiern im Seniorenheim lebendig und einfühlsam zu gestalten. Gemeinsam werden einfache liturgische Elemente, passende Texte, Lieder und kreative Zugänge für hochbetagte Menschen erarbeitet.

8.Was heißt und wie funktioniert actuosa participatio in der Liturgie im Hinblick auf die musikalische Gestaltung?
Markus Lugmayr (Dekanatsmusikpfleger Dekanat Ebersberg)
Fragen, die sich da stellen, sind zum Beispiel: Gibt es wirklich einen Gegensatz zwischen einer Orchestermesse und der Forderung nach der tätigen Teilnahme? Bedeutet tätige Teilnahme in Jugendgottesdiensten, dass wirklich jeder alles mitsingen "muss" oder "darf"? Wie muss eine musikalische Gestaltung der Liturgie beschaffen sein, so dass jeder weiß, wann er dran ist und was er zu tun hat? Wie steht es mit dem richtigen Verhältnis von Liedern für alle, Wechselgesängen und Vorsängerteilen? Wie lässt sich die Aussage der Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils, die Gregorianik sei "die" Musik der römischen Kirche, mit der Forderung der actuosa participatio in Einklang bringen? Wie steht es überhaupt mit der Sprache zum Beispiel von Liedern aus verschiedenen Epochen?

Der Kurs ist eine Kooperation mit dem Erzbischöflichen Ordinariat München, Hauptabteilung Liturgie und dem Dekanat Ebersberg

Termine
Sa., 17.10.2026 09:00-17:00 Uhr
Raum
Ebersberg, Kath. Pfarrheim Baldestr. 18 85560 Ebersberg
Kooperation
Erzbischöfliches Ordinariat HA Liturgie und geistliches Leben / Abt. Liturgie / KBW
Anmeldung
Freie Plätze

Anmeldung bis 12.10.2026
Kursnummer
37466
Kursnummer
37466
Letzte Aktualisierung
25.06.2026, 09:17:31 Uhr
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