Vor 90 Jahren, im August 1936, eröffnete der Lebensborn e.V. in Steinhöring sein erstes Entbindungsheim, in dem bis 1945 etwa 1.400 Kinder geboren wurden. Sie galten nach den Kriterien der Nationalsozialisten als "rassisch wertvoll".
Während der nationalsozialistischen Vernichtungs- und Rassepolitik Millionen Menschen zum Opfer fielen, sollte der Verein einen Beitrag zur "positiven Auslese" leisten und Kinder "guten Blutes" fördern.
Beim Vortrag und dem Rundgang werden nicht nur die Geschichte des "Heim Hochland", Zielsetzungen, Methoden und Verstrickungen des Vereins beleuchtet, sondern auch die andauernden ideologischen Auswirkungen bis in die Gegenwart betrachtet.
Die Historikerin Anna Bräsel hat sich in verschiedenen Projekten wissenschaftlich mit dem Lebensborn auseinandergesetzt und bietet seit vielen Jahren in enger Kooperation mit dem EV Steinhöring Vorträge und Führungen zum Thema an.
Anmeldung: gewünscht aber nicht zwingen, g.ros@kjf-muenchen.de