Wie entstehen radikale Überzeugungen - und was kann Menschen dazu bewegen, ihre Haltung zu hinterfragen und neue Wege zu gehen? Zum Auftakt der Wochen der Toleranz spricht Axel Reitz über seine persönliche Entwicklung, über Irrwege, Einsichten und die Möglichkeit von Ausstieg und Veränderung. Reitz war in der Neonazi-Szene aktiv und berichtet aus eigener Erfahrung darüber, wie Radikalisierung entsteht, welche Mechanismen dahinterstehen und was es braucht, um sich davon zu lösen.
Gerade diese Biografie verleiht dem Gespräch besondere Eindrücklichkeit: Sie macht einen Weg sichtbar, der von extremen Positionen hin zu Selbstreflexion und Umdenken geführt hat. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Verantwortung, nach der Wirkung von Ideologien und nach den Bedingungen, unter denen Veränderung möglich wird.
Mit dem Gespräch soll ein Raum entstehen, in dem Zuhören, Perspektivwechsel und Verständigung möglich werden. Persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Fragen treten dabei miteinander in Verbindung und machen deutlich, wie wichtig offene Gespräche für eine demokratische und tolerante Gesellschaft sind.
Axel Reitz war in seiner Jugend in der Neonazi-Szene aktiv und ist heute als Aussteiger, Referent und Berater in der Extremismusprävention tätig. Er berichtet aus eigener Erfahrung über Radikalisierung, Ausstieg und die Möglichkeit von Veränderung.