Körpererkundung, Kuscheln und sich gegenseitig betrachten gehören zur normalen Entwicklung von Kindern. Umso jünger Kinder sind, desto mehr interessieren sie sich für die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Grundlegende Bedürfnisse werden über diesen ausgedrückt - die Suche nach Nähe, die Entspannung beim Streicheln oder auch das Entdecken des anderen Kindes. Wie sollten nun Fachkräfte reagieren, wenn Kinder in der Einrichtung sich gegenseitig betrachten und sich erste Doktorspiele entwickeln? Wenn Kinder intim miteinander umgehen, so ist das rechte Maß für Pädagog*innen nicht leicht einzuschätzen. Es kann schwierig sein, Grenzüberschreitungen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Wann schreite ich ein? Was lasse ich zu und was brauchen Kinder sogar?
Zwischen diesem Forscherdrang und dem institutionellen Schutzkonzept die Balance zu halten, kann für Pädagog*innen herausfordernd sein. Wie dies gelingt und die Kinder respektvoll und altersangemessen begleitet werden können ist Inhalt dieses Seminars.
- Bedeutung der Sexualentwicklung
- Entwicklungspsychologie der Sexualentwicklung
- Sicher Entwicklungs- und Schutzräume in der Kita schaffen und reflektieren
- Übergriffe vermeiden und Kinder stärken