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2. Naturpädagogischer Fachtag - Mensch komm raus! - Wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis gelingen kann

Für Mitarbeiterinnen in Kitas und Schulen


2. Naturpädagogischer Fachtag - Mensch komm raus! - Wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis gelingen kann KBW

Welch große Bedeutung der Wandel hin zu nachhaltigen Lebensstilen hat, wird zunehmend von der Gesellschaft erkannt. Ein eigener Garten oder Acker kann zum Beitrag für mehr Artenvielfalt werden. Individuelle Wanderreisen werden in ihrem Erholungswert als Alternative zu pauschalen Flugreisen erkannt und das Angebot an Outdoor-Dienstleistungen wächst exponentiell. Doch wie sieht es im heutigen Alltag unserer Kinder aus? Wieviel Kontakt zur Natur haben sie täglich und wie sieht es mit (vor)gelebter Nachhaltigkeit in ihrem Umfeld wirklich aus? Die Erfahrung lehrt: Auch Kinder verbringen immer weniger Zeit in und mit der Natur, so dass nicht davon ausgegangen werden kann, dass sich ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Schöpfung "von Natur aus" einstellt. Elementare Naturerfahrungen und das Prinzip Nachhaltigkeit müssen zunehmend unter pädagogischer Anleitung ganz gezielt gefördert werden.

Der Geograf, Erzieher, Naturpädagoge und Gründer der naturindianer, Olly Fritsch zeigt anhand der naturindianer-Konzeption, wie er in wenigen Arbeitsschritten ein Naturangebot oder einen Waldausflug konzipiert.
Ausgehend von Erkenntnissen der Hirnforschung, die der Naturpädagogik eine wissenschaftliche Legitimation geben, über den Bildungsansatz für eine nachhaltige Entwicklung bis hin zum pädagogischen Ansatz der Ko-Konstruktion werden die Grundlagen skizziert, warum Kinder in die Natur wollen oder sogar müssen. Anhand vielfältiger Beispiele aus der Praxis werden Möglichkeiten aufgezeigt, selbstständig Angebote im freien Naturraum zu gestalten und durchzuführen. Partizipatives Einbinden der Kinder steht im Fokus, Methoden wie das Philosophieren mit Kindern und der Natur-Spiele-Generator öffnen Kindern den Weg, ihrer Neugier auf Natur zu folgen und Werte zu schöpfen.

Eine Diskussionsrunde bietet zum Abschluss Raum, im Podium eigene Erfahrungswerte, Misserfolge oder Tipps einzubringen. So können "ausgefuchste" Waldläufer*innen wie naturpädagogische Neueinsteiger*innen das für den eigenen Bedarf und Wissensstand Wertvolle mitnehmen und in der eigenen Arbeit umsetzen.

Nach dem Impulsvortrag mit Olly Fritsch finden zeitgleich folgende drei Workshops statt - Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, bei welchem Workshop Sie teilnehmen möchten:

WS 1 - "Gestalterische Erlebnisse mit Lehm, Erde und Wasser" mit Leonhard Krebs, Umweltpädagoge, Holzbildhauer, Landartkünstler:
In diesem Workshop erleben die Teilnehmenden, wie vielfältig und vielgestaltig der Umgang mit Matsch und Lehm Kinder in ihrer Kreativität und formgebenden Fertigkeiten fördert. Aber nicht nur das: Lehm ist einer der ältesten und wichtigsten Baustoffe in der Kulturgeschichte des Menschen und bunte Erdfarben zieren seit jeher nicht nur Gegenstände, sie schmücken und pflegen auch unsere Gesichter und Körper. Tontafeln zählen zu den ersten Medien für die Dokumentation von Schrift und Bild. Im spielerischen Umgang mit dem Material und seinen Eigenschaften können verschiedene Techniken und Methoden rund um die Lehmstation des Museums ausprobiert werden.

WS 2 - "Schwingen, Klettern, Balancieren" mit Andreas Wöhl, Dipl.-Ing. (FH) Forstwirtschaft, zertifizierter Waldpädagoge und Baumkletterer:
Für Kinder und natürlich auch für Erwachsene ist Balancieren, Klettern und Schwingen eine elementare Erfahrung. Im naturnahen Umfeld wirken solche Erlebnisse nachweislich besonders intensiv. Selbst das einfache Balancieren über einen Baumstamm fördert ein selbstbewusstes Körpergefühl, die Konzentration und Koordination. Auch Risiken reell einzuschätzen und mit ihnen verantwortungsbewusst umzugehen ist ein Teil von schwingenden, kletternden und balancierenden Aktivitäten von Kindern in und mit Bäumen. In diesem Workshop können unterschiedliche Methoden ausprobiert werden, die Kopf, Herz und Hand ganzheitlich fordern und fördern.

WS 3 - "Das archaische Element Feuer": Von praktischen Anzündtipps zur pädagogischen Feuer-Arbeit mit Kindern" mit Olly Fritsch, Dipl.-Geograf, Naturpädagoge, Erzieher, naturindianer.
Jedes Kind ist fasziniert und wie magisch angezogen, wenn ein Lagerfeuer brennt. Ein Feuer mittels unterschiedlicher Methoden selbst zu entfachen ist nicht schwer, wenn einige wichtige Richtlinien beachtet werden. Neben den grundlegenden Feuerregeln erfahren die Teilnehmenden, wie das Element Feuer in die pädagogische Arbeit mit Kindern sinnvoll integriert werden kann. Methoden wie Kochen am Lagerfeuer, Feuerphilosophie und weitere realitätserprobte Möglichkeiten runden den praxisorientierten Workshop ab.

Bitte beachten Sie: Die Workshops finden naturgemäß bei jedem Wetter draußen statt, deshalb unbedingt auf wetterfeste Kleidung achten.

Eine telefonische Anmeldung ist auch nach Anmeldeschluss noch möglich.

Für Mitarbeiterinnen in Kitas und Schulen
Termine
Fr, 28.09.2018, 13:00-18:00 Uhr
Raum
Ebersberg, Museum Wald und Umwelt
Ludwigshöhe 2 85560 Ebersberg
Referent/en
  • Olly Fritsch
  • Andreas Wöhl
  • Leonhard Krebs
Kooperation
Museum Wald und Umwelt mit Umweltstation/ KBW
Gebühr
  • Teilnahmegebühr 25.00 EUR
Anmeldung
Anmeldeschluss erreicht   Anmeldung bis 17.09.2018

Kursnummer
30200
2. Naturpädagogischer Fachtag - Mensch komm raus! - Wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis gelingen kann KBW