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Auftaktveranstaltung der Wochen der Toleranz am 03.11.2019

im Alten Speicher

Kulturfest mit Kabarett, Live-Musik und Akrobatikshow

„Es ist ganz normal, verschieden zu sein“. Dieses Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker verdeutlicht sehr gut den Grundtenor der Auftaktveranstaltung der Wochen der Toleranz 2019 im Landkreis Ebersberg, die von rund 200 Teilnehmenden besucht worden war. Nach der Eröffnung und Begrüßung durch die Geschäftsführerin des Katholischen Kreisbildungswerks Ebersberg, Jennifer Becker, übermittelte Landrat Robert Niedergesäß die Grußworte des Landkreises. Er unterstrich, wie wichtig ihm ein „toleranter und toller Landkreis“ ist und konkretisierte dies in der Aussage: „Jawohl, wir fangen bei uns an, in unserem Zuhause, in unserer gut situierten Gesellschaft. Wir wollen ein Zeichen setzen für Toleranz. Wir lehnen Intoleranz ab und heißen Menschen willkommen, die anders sind als wir“.


Hauptredner des Nachmittags war der Kabarettist und Orienthelfer Christian Springer. Dieser warf in seiner Rede einen Blick darauf, wie unverständlich Intoleranz im Grunde ist und wie schwer es trotzdem ist, tolerant zu bleiben. Gleichzeitig forderte er das Publikum zum Handeln auf und dazu, im eigenen Handlungsfeld, im Freundes- und Familienkreis, Verantwortung zu übernehmen und gerade dort gegen intolerantes Verhalten einzuschreiten. „Die Wochen der Toleranz sind ein Samenkorn, den Rest müssen wir weitertragen, durch Reden mit den Nachbarn, Freunden und Bekannten“. Christian Springer startete seinen Vortrag mit einer kurzen Anekdote über seine Mutter, einer Münchner Gemüsehändlerin, die ihm beibrachte, dass man einem Menschen der am Boden liegt aufhilft und nicht noch tritt, streifte die große Weltpolitik von Putin, Trump, Obama, Söder und Syrien und kehrte wieder  zurück zum Landkreis Ebersberg und ganz konkreten Vorschlägen, wie man aktiv Intoleranz begegnen kann.


Für eine Auflockerung des Programms sorgte die Band „Das rote Motorrad“ des Einrichtungsverbunds Steinhöring, in der Menschen mit und ohne Behinderung zusammenspielen. Ihnen folgte der Auftritt der Band „SPAM“. Von Geige, Kontrabass und Gitarre begleitet, gab der Sänger jiddische Lieder zum Besten. Das Publikum ließ sich von der Energie der Gruppe mitreißen, auch wenn die Lieder oft traurigen Charakter hatten und von Armut, Not und auch immer wieder von lustigen Alltagsbegebenheiten handelten. Nach der Pause, in welcher die Kooperationspartner ihre aktuellen Projekte und Fortbildungen an Ständen im Saal präsentierten, folgten der somalische Akrobat Sanka Ali und die senegalesischen Rapper von Black Dia, die auch ihr neues Video „Lass mas halt arbeiten“ vorstellten. Unterstützt wurden diese vom Münchner Rapper Momo Novus, der sich gegen Rassismus und Sexismus im Hip Hop einsetzt. Neben seinen musikalischen Einlagen gab er auch einen Poetry Slam zum Besten.


Wir bedanken uns bei allen Kooperationspartnern für die hervorragende Zusammenarbeit und freuen uns auf die folgenden Veranstaltungen im Rahmen der Wochen der Toleranz im Landkreis Ebersberg.

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Ebersberg, 04.11.2019

 

Andreas Stadler
Päd. Referent

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